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Fokus

Klangschale

Eine Klangschale wird angeschlagen, alle hören mit geschlossenen Augen zu und heben die Hand, sobald der Ton für sie verklungen ist. Schult feines Hinhören und macht aus akustischer Wahrnehmung ein gemeinsames Erlebnis – die Hände gehen zu unterschiedlichen Zeitpunkten hoch, was sichtbar macht, wie individuell Wahrnehmung funktioniert. Wurzel in der tibetisch-buddhistischen Klang-Tradition, in westlichen Achtsamkeitspraktiken weit verbreitet. Eignet sich als Übergang zwischen lauten und leisen Sessions oder zur Eröffnung einer Reflexionsphase. Nicht eignet sich die Übung in komplett digitalen Settings ohne gute Audio-Qualität – der feine Nachhall fällt sonst weg.

⏱ 2–4 min👥 4–999 Pers.📍 Präsenz🧰 Klangschale🎯 Fokus

Ablauf

  1. Alle setzen sich bequem hin, Augen schließen oder den Blick weich werden lassen. Moderation: „Ich schlage gleich eine Klangschale an. Eure Aufgabe: Hand heben, sobald der Ton für euch verklungen ist."
  2. Klangschale einmal sanft anschlagen, dann ruhig stehen lassen. Selbst still bleiben.
  3. Beobachten, wie Hände nach und nach hochgehen. Erst wenn alle die Hand oben haben, ein bis zwei Atemzüge warten.
  4. Optional: zweite oder dritte Runde mit anderem Anschlagswinkel. Der Klang variiert, die Wahrnehmung schärft sich weiter.
  5. Augen öffnen, kurz reagieren lassen: „Wer hat lange gehört? Wer war früh fertig?" – nicht bewerten, nur sichtbar machen.
Tipp: Ohne Klangschale geht es zur Not auch mit einem Tibet-Glöckchen oder einem Triangel-Anschlag – jede Klangquelle, die einen langen, weichen Nachhall hat. Smartphone-Apps mit aufgenommener Klangschale klingen schlechter als ein echtes Instrument.