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122 Warmups
Icebreaker28
Icebreaker

Wertschätzungskreis

Macht zu Beginn sichtbar, dass die Gruppe selbst die Ressourcen für den Workshop mitbringt. Wer einmal benannt hat, was er beitragen kann, traut sich später leichter, das auch zu tun.

⏱ 10–15m👥 6–20
Icebreaker

Line Up

Nonverbale Übung, die in wenigen Minuten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Gruppe sichtbar macht. Bringt nebenbei Bewegung in den Raum und löst die übliche Sitzordnung auf. Funktioniert auch in großen Gruppen ab 20 Personen.

⏱ 5–10m👥 8–40
Icebreaker

Zwei Wahrheiten, eine Lüge

Senkt die Hemmschwelle für persönliche Inhalte, ohne dass es wirklich persönlich werden muss. Bringt überraschende Seiten zum Vorschein und sorgt fast immer für Lachen. Klassiker unter den Warm-ups für Erwachsene.

⏱ 15–25m👥 4–15
Icebreaker

Heads Up

Klassisches Pantomime-Ratespiel, das in wenigen Minuten Lockerheit erzeugt und die Gruppe ins Beobachten bringt. Funktioniert auch bei Gruppen, die sich noch nicht trauen, viel zu reden.

⏱ 10–15m👥 6–20
Icebreaker

Ich bringe mit…

Vorstellungsrunde, die mehr liefert als Name und Rolle. Macht sichtbar, was jede Person zur Gruppe beiträgt – als Eigenschaft, Erwartung oder symbolischer Gegenstand.

⏱ 10–20m👥 4–20
Icebreaker

Bingo / Kennenlern-Bingo

Spielerisches Vernetzungs-Warm-up, das die Gruppe in Bewegung bringt und Gemeinsamkeiten sichtbar macht. Ideal für Workshops mit Teilnehmenden, die sich noch nicht kennen, oder für Veranstaltungen mit Vernetzungs-Ziel.

⏱ 10–15m👥 8–30
Icebreaker

Alter Ego

Bringt die Gruppe in einen spielerischen Modus und löst die Schwere der eigenen Rolle. Wer in eine fremde Identität schlüpft, traut sich oft mehr – das nutzt jede folgende Phase.

⏱ 15–20m👥 6–20
Icebreaker

Silly Walk

Ein kurzer, körperlicher Energie-Schub mit garantiertem Lacher. Die bewusste Albernheit senkt die Hemmschwelle für alles, was danach kommt.

⏱ 3–5m👥 4–999
Icebreaker

Fünf Dinge

Schnelles Brainstorming-Warm-up, das den inneren Zensor abhängt. Wer fünf Dinge in 30 Sekunden nennen muss, hat keine Zeit zu zensieren.

⏱ 5–10m👥 4–15
Icebreaker

When you grow old

Erzähl-Warm-up, das den Blick weitet. Die Teilnehmenden denken eine andere Person in eine ferne Zukunft – ein leichter Perspektivwechsel, der nebenbei viel über Werte verrät.

⏱ 10–15m👥 2–999
Icebreaker

Artists only

Kreatives Vorstellungs-Warm-up mit Stift. Die Aufgabe, sich gegenseitig zu zeichnen, bricht das Eis und produziert verlässlich Lacher – fast niemand kann gut zeichnen, das ist der Punkt.

⏱ 8–12m👥 2–999
Icebreaker

Hashtag (Variante: 3 Hashtags)

Schnelle Selbstvorstellung, die nicht in Lebenslauf-Sprache abrutscht. Hashtags zwingen zur Verdichtung – wer sich auf zwei oder drei Schlagworte reduzieren muss, sagt mehr Wesentliches als in einem ganzen Absatz.

⏱ 8–12m👥 6–25
Icebreaker

Rückenpost

Anonymes Wertschätzungs-Warm-up. Jede Person bekommt am Rücken Notizen, die andere ihr hinterlassen – das Ergebnis am Ende ist erstaunlich oft ein Mini-Schatz.

⏱ 15–15m👥 8–25
Icebreaker

Instant Talk

Spontane Vorstellung anhand eines zufälligen Gegenstands. Erzwingt schnelles Assoziieren und macht die Vorstellungsrunde gleichzeitig zu einer kleinen Improvisationsübung.

⏱ 8–12m👥 4–15
Icebreaker

Power Geste

Körperlich verankertes Vorstellungs-Warm-up. Eine Geste, die zur eigenen Person passt, bleibt der Gruppe hängen – und nebenbei testet die Übung, wie viel Albernheit erlaubt ist.

⏱ 5–10m👥 6–20
Icebreaker

Design a Name Tag

Macht aus dem üblichen langweiligen Namensschild ein Mini-Profil. Beim Vorstellen kommt jede Person in Bewegung, und die Schilder bleiben für den restlichen Workshop sichtbar.

⏱ 15–20m👥 6–25
Icebreaker

Pantomimisches Vorstellen

Ohne Worte sich vorstellen heißt: anders denken. Die Gruppe muss raten, was Hobby, Beruf oder Herkunft sein könnte – das schafft Aufmerksamkeit und Lacher.

⏱ 10–15m👥 6–15
Icebreaker

Check-in

Der unaufwendigste Klassiker und gleichzeitig einer der wichtigsten Warm-ups überhaupt. Macht die Stimmung in der Gruppe sichtbar und gibt allen Raum, kurz im Workshop anzukommen.

⏱ 5–10m👥 4–25
Icebreaker

Traumberuf

Bringt eine persönliche Note in die Vorstellungsrunde, ohne dass es privat werden muss. Der Kindheits-Traumberuf erzählt oft mehr über Werte und Antrieb als der aktuelle Lebenslauf.

⏱ 10–15m👥 6–20
Icebreaker

Superpower und Kryptonit

Selbstreflexion in Comic-Sprache. Jede Person nennt eine eigene „Superpower" (was kann ich richtig gut?) und ein „Kryptonit" (was zieht mich runter, was kostet Energie?). Die Comic-Metapher macht beides ausdrückbar, ohne in HR-Floskeln abzurutschen. Gut für Team-Kennenlernen, Onboarding-Tage, Retro-Auftakte, Workshops zu Rollenklarheit. Funktioniert auch online. Nicht für sehr große Gruppen ohne Untergruppen, sonst wird die Vorstellungsrunde zu lang.

⏱ 15–20m👥 6–20
Icebreaker

Ein-Wort-Geschichte

Trainiert Zuhören und gemeinsames Denken. Eine Geschichte, bei der jede Person nur ein Wort beiträgt, kann nicht geplant werden – sie entsteht im Moment.

⏱ 5–10m👥 6–15
Icebreaker

Workshop-Stimmungsbarometer

Macht die Stimmung der Gruppe in 30 Sekunden visuell sichtbar. Ideal für lange Workshops, bei denen die Energie zwischen Vormittag und Nachmittag kippt – oder als Check-in/Check-out.

⏱ 5–5m👥 6–40
Icebreaker

Blitzlicht

Schneller Stimmungsabgriff in Sätzen. Jede Person sagt einen Satz zu einer Frage – kurz, ohne Diskussion. Das Blitzlicht ist der schnellste Weg, Stimmungen oder offene Punkte sichtbar zu machen.

⏱ 5–10m👥 6–20
Icebreaker

Wo ist…?

Online-Icebreaker für die Galerieansicht. Zwingt die Gruppe, einander wirklich anzuschauen – etwas, das in Online-Meetings selten passiert. Erzeugt schnell Verbindung trotz Distanz.

⏱ 5–8m👥 6–20
Icebreaker

Speed-Dating Workshop-Variante

Vernetzungs-Warm-up, das in kurzer Zeit jede Person mit mehreren anderen ins Gespräch bringt. Besonders gut für Konferenzen, Netzwerk-Workshops und Workshop-Auftakte mit Fremden.

⏱ 20–30m👥 8–30
Icebreaker

Emoji-Check-in

Schneller, niedrigschwelliger Online-Check-in. Ein Emoji im Chat reicht, um die Stimmung in der Gruppe sichtbar zu machen – ideal als Mini-Warm-up für virtuelle Meetings und Teamsitzungen.

⏱ 3–5m👥 4–25
Icebreaker

Workspace-Tour

Online-Icebreaker, der Distanz-Arbeit greifbar macht. Jede:r zeigt 30–60 Sekunden den eigenen Arbeitsplatz mit der Webcam – Schreibtisch, Lieblingsobjekt, Aussicht, was gerade in Sichtweite ist. Schafft visuellen Kontext, humanisiert das Hochkant-Kachel-Format und macht aus „der Person im Zoom-Kästchen" einen Menschen mit Pflanze, Kaffeetasse und Bücherregal. Eignet sich besonders gut für verteilte Teams, die sich nicht alle persönlich kennen, für hybride Onboardings, für Kick-offs mit externen Partner:innen. Nicht eignet sich die Übung in Gruppen, wo Privatsphäre ein Thema ist (Eltern mit Kindern im Hintergrund, Co-Working-Spaces, geteilte Wohnungen) – dort lieber bei einem Objekt in der Hand bleiben.

⏱ 8–15m👥 4–15
Icebreaker

Stiller Chat

Online-Icebreaker, der alle gleichzeitig dazu holt, statt seriell „im Kreis" zu fragen. Moderation stellt eine Frage, alle tippen die Antwort in den Chat – aber niemand spricht. Auf Kommando („3-2-1, senden") posten alle gleichzeitig, oder nacheinander – aber rein im Chat. Macht aus 20 Leuten in 90 Sekunden 20 Antworten, ohne dass eine Person die Bühne hält. Senkt die Hemmschwelle dramatisch: introvertierte Stimmen kommen mit, Vielredner werden gebremst. Adaption von Liberating Structures (1-2-4-All) und Silent Brainstorming (KJ-Methode, Jiro Kawakita) für den reinen Chat-Kanal. Eignet sich für jede Gruppengröße ab 4 Personen, ideal bei 8–25 – je größer, desto mehr Wirkung. Nicht eignet sich die Übung, wenn die Tools schwach sind (Chat in Teams ohne Persistenz, Webinar-Modus ohne Chat-Sicht für alle).

⏱ 4–7m👥 4–25
Teambuilding25
Teambuilding

Gordischer Knoten (Human Knot)

Macht in wenigen Minuten erfahrbar, wie eine Gruppe ein scheinbar verworrenes Problem in koordinierte Bewegung übersetzt. Auch ein Scheitern liefert wertvollen Stoff für den Debrief: Wann hat die Gruppe aufgegeben? Wer hat versucht, die Führung zu übernehmen?

⏱ 10–15m👥 6–16
Teambuilding

Spaghetti-Turm (Marshmallow Challenge)

Klassischer Einstieg in Prototyping-Denken. Tom Wujecs Untersuchung der Übung zeigt, dass Kindergartenkinder MBA-Absolvent:innen verlässlich schlagen – weil sie früh und oft testen, statt lange zu planen. Damit ist die Marshmallow Challenge gleichzeitig Teambuilding-Warm-up und Lehrstück.

⏱ 25–30m👥 3–999
Teambuilding

Konsens-Countdown

Macht implizite Gruppenregeln in Sekunden sichtbar. Die Gruppe muss sich abstimmen, ohne zu sprechen – und merkt schnell, ob sie aufeinander achtet oder aneinander vorbei agiert. Eines der besten kurzen Warm-ups für Teamsitzungen.

⏱ 5–10m👥 6–20
Teambuilding

Roboter Walk

Vertrauensübung in zwei Rollen: führen und geführt werden. Die Gruppe merkt schnell, wie viel Verantwortung beide Rollen tragen – die führende für Sicherheit, die geführte für Hingabe.

⏱ 10–15m👥 2–999
Teambuilding

Titanic

Klassische Teambuilding-Challenge, die schnell zeigt, wer mitdenkt, wer führt und wer abwartet. Die abnehmende Spielfläche erzeugt Druck – und macht Gruppendynamik in Echtzeit sichtbar.

⏱ 10–15m👥 4–999
Teambuilding

Team-Regeln

Der Klassiker für den Workshop-Auftakt. Statt „die Regeln" von der Moderation aufgedrückt zu bekommen, definiert die Gruppe sie selbst – und fühlt sich danach für die Einhaltung verantwortlich.

⏱ 15–20m👥 4–25
Teambuilding

Human Machine

Lebendige Maschine als Teamübung. Die Gruppe baut aus Bewegungen und Geräuschen eine Maschine – das schult schnelles Andocken aneinander und macht sichtbar, wer eher initiativ und wer eher reaktiv ist.

⏱ 10–15m👥 6–15
Teambuilding

Turn Walk Jump Dash

Bewegungsspiel mit Rollenwechsel und Reaktionsschulung. Funktioniert gut als Energizer oder als Übergang zwischen zwei kognitiven Phasen.

⏱ 5–5m👥 6–25
Teambuilding

Credo-Scrabble

Identitäts-Übung in Buchstaben. Aus den Anfangsbuchstaben der eigenen Vornamen entsteht ein gemeinsames Motto – das verankert die Gruppe schnell und produziert nebenbei einen Aufhänger für den restlichen Workshop.

⏱ 20–25m👥 6–20
Teambuilding

Wir gründen ein Unternehmen

Sehr schnelles Teambuilding über eine fiktive Firma. Die Gruppe muss in Kurzzeit Stärken bündeln, eine Idee finden und sie verkaufen – das macht alle Beteiligten zu Mitgestaltern.

⏱ 25–30m👥 4–999
Teambuilding

Stretching-Kreis

Körperliche Lockerung mit gleichzeitig leichter Vertrauensbildung. Die Gruppe macht zusammen einfache Dehnübungen – kein Yoga, kein Esoterik-Beigeschmack, einfach Körperarbeit.

⏱ 5–8m👥 4–25
Teambuilding

Egg-Fall (Egg Drop Challenge)

Klassische Konstruktions-Challenge. Teams bauen eine Schutzkonstruktion für ein rohes Ei – das Ei soll einen Sturz aus 2 Metern überleben. Schult Prototyping, Iteration und Pragmatismus.

⏱ 25–30m👥 3–999
Teambuilding

Balkenteam

Übung für Koordination auf engem Raum. Eine Gruppe steht auf einem Balken oder einer Linie und muss sich nach einem Kriterium sortieren – ohne den Balken zu verlassen.

⏱ 10–15m👥 6–15
Teambuilding

Zum Boden

Konzentrations- und Koordinations-Übung mit einem leichten Stab. Die Gruppe versucht, einen Stab gemeinsam langsam zum Boden zu senken – funktioniert nie sofort und bringt verlässlich Lacher.

⏱ 8–12m👥 6–10
Teambuilding

Zahlen formen

Körperliche Kooperationsübung. Die Gruppe stellt mit den eigenen Körpern Zahlen oder Buchstaben dar – das zwingt zur Abstimmung ohne lange Diskussion.

⏱ 10–15m👥 8–25
Teambuilding

Blindes Zeichnen

Vertrauens- und Wahrnehmungs-Übung. Wer das Gegenüber zeichnen muss, ohne aufs Blatt zu schauen, produziert ein Bild, das fast immer komisch ist – das löst und verbindet gleichzeitig.

⏱ 8–12m👥 2–999
Teambuilding

Schere-Stein-Papier-Turnier

Energizer mit eingebautem Fan-Effekt. Wer verliert, schließt sich der Gruppe der Gewinner:innen an und feuert sie an – am Ende jubelt die ganze Gruppe einer einzigen Person zu. Garantiert gute Stimmung.

⏱ 5–10m👥 8–40
Teambuilding

Papierflieger

Nonverbale Kommunikations-Übung in Paaren. Zwei Personen falten gemeinsam einen Papierflieger – mit nur einer Hand pro Person und ohne zu reden. Macht erfahrbar, wie sehr Zusammenarbeit normalerweise von Sprache getragen wird. Gut als Aufhänger für psychologische Sicherheit, agile Zusammenarbeit, Führungsdynamik. Nicht als allererster Icebreaker – die nonverbale Nähe ist für Fremde zu intim.

⏱ 8–12m👥 2–999
Teambuilding

Porträtspiel

Gegenseitiges Zeichnen ohne aufs Blatt zu schauen, in einer Gruppen-Variante mit Wechseln. Die Bilder werden absurder, je mehr Hände beteiligt sind – das produziert verlässlich Lachen und löst Spannungen.

⏱ 10–15m👥 6–12
Teambuilding

Alle, die…

Bewegungs- und Vernetzungs-Warm-up. In Sekunden wird sichtbar, wer welche Erfahrungen mitbringt – und nebenbei wechselt die Sitzordnung mehrfach.

⏱ 5–10m👥 8–25
Teambuilding

Finde einen Gegenstand

Online-Bewegungs-Warm-up. Die Teilnehmenden suchen in ihrer Umgebung einen Gegenstand mit bestimmten Eigenschaften und zeigen ihn in die Kamera – schafft Bewegung und einen Blick in die Lebenswelt der anderen.

⏱ 8–12m👥 6–25
Teambuilding

Cup Stack

Konstruktions-Energizer mit Geschwindigkeits-Effekt. Teams stapeln Becher zu einer Pyramide und wieder ab – schult Synchronisation und produziert Lacher, weil es immer chaotischer wird.

⏱ 15–20m👥 4–999
Teambuilding

Stiller Stuhl-Tausch

Online- und Präsenz-Konzentrations-Warm-up. Die Gruppe muss ohne Worte ihre Positionen so koordinieren, dass am Ende eine vorgegebene Anordnung steht.

⏱ 5–10m👥 6–20
Teambuilding

Team-Dilemma

Diskussions-Warm-up mit Konfliktsubstanz. Ein moralisches Dilemma zwingt die Gruppe, sich zu positionieren – das bringt Tempo und macht unterschiedliche Wertesysteme im Team sichtbar.

⏱ 15–20m👥 8–20
Teambuilding

Gemeinsamer Strich

Vertrauens- und Koordinations-Übung mit Stift und Papier. Zwei Personen halten gemeinsam einen einzigen Stift und zeichnen, ohne zu reden, ein vereinbartes Motiv – Haus, Tier, Landschaft. Macht erfahrbar, wer in einer Zusammenarbeit unbewusst führt, wer folgt, wer ausweicht. Die Stiftspitze wird zum Mikroskop für Führungs- und Abstimmungsverhalten. Gut für Teambuilding, Workshops zu Zusammenarbeit, Co-Creation, agile Rollen. Funktioniert auch in introvertierten Gruppen, weil leise. Nicht als allererster Icebreaker mit Fremden – die Hand-an-Hand-Nähe braucht Mindestvertrautheit.

⏱ 8–10m👥 2–999
Energizer25
Energizer

Ninja

Schneller, körperlicher Energizer mit Lacher-Faktor. Schaltet Reaktion und Körperspannung in Minuten um – Klassiker fürs Nachmittagstief oder vor wachen Phasen wie Ideation und Prototyping. Funktioniert mit Gruppen, die einander schon ein bisschen kennen, nicht als Allererstes mit Fremden. Wer keine schnellen Bewegungen will, kann am Rand zuschauen.

⏱ 5–10m👥 6–15
Energizer

Obstsalat

Klassisches Stuhltausch-Spiel, das in Sekunden Bewegung erzeugt und die Sitzordnung auflöst. Funktioniert verlässlich auch bei skeptischen Gruppen, weil es vertraut wirkt und nicht peinlich werden kann. Eines der besten Warm-up-Spiele für große Gruppen erwachsener Teilnehmender.

⏱ 5–8m👥 10–30
Energizer

Dancing in the Dark

Bewegungs-Energizer ohne Gruppendruck. Die Teilnehmenden tanzen mit geschlossenen Augen oder im abgedunkelten Raum – wer sich nicht beobachtet fühlt, traut sich erstaunlich viel mehr Bewegung. Schaltet Körper und Atem um, ohne dass jemand performen muss. Gut bei Gruppen mit Tanz-Hemmschwelle, in Workshops zu Selbstwahrnehmung oder Kreativität. Nicht, wenn Personen mit eingeschränktem Sehvermögen, akuter Angst oder Trauma-Themen dabei sind, für die Dunkelheit Trigger sein kann – immer vorab ankündigen und freistellen. Auch nicht in Räumen mit Stolperfallen.

⏱ 5–5m👥 6–25
Energizer

Gorilla Exercise

Lauter, körperlicher Energizer mit Hemmschwellen-Brecher-Funktion. Wer einmal mit der Gruppe gemeinsam Gorilla-Geräusche gemacht hat und sich auf die Brust getrommelt hat, ist garantiert wach – die Hemmschwelle für alles, was danach kommt, sinkt drastisch. Gut vor kreativen Phasen, Improvisations-Settings, Pitch-Übungen. Nicht für sehr kleine Gruppen (unter 6), da steht zu wenig akustische Masse hinter dem Effekt. Auch nicht als Einstieg mit Fremden – ein wärmender Vorlauf hilft.

⏱ 3–5m👥 6–30
Energizer

Tiger, Samurai, Grandma

Schere-Stein-Papier in groß. Zwei Teams treten in einer der drei Posen gegeneinander an – der körperliche Einsatz macht den Energizer-Effekt aus.

⏱ 8–12m👥 6–30
Energizer

Crazy Groupie

Imitations-Energizer mit eingebauter Eskalations-Logik. Eine Person macht eine kleine Bewegung, die Nachbarperson ahmt sie nach und übertreibt sie ein bisschen, dann wieder die nächste – so wandert die Bewegung einmal um den Kreis und wird mit jeder Station absurder. Trainiert genaues Hingucken und das Erlauben, die nächste Eskalations-Stufe zu gehen. Klassischer Einstieg in Improvisations-Settings. Nicht als Allererstes mit fremden Gruppen, sonst bleibt alles in Mini-Bewegungen stecken.

⏱ 5–8m👥 6–15
Energizer

Jump In & Jump Out

Synchronisations-Energizer. Die Gruppe muss ohne Absprache gemeinsam in oder aus dem Kreis springen – schult Aufmerksamkeit und macht Gruppendynamik körperlich erfahrbar.

⏱ 5–10m👥 6–20
Energizer

Touch Something Blue

Schneller Energizer mit Bewegung im Raum. Die Gruppe sucht und berührt einen Gegenstand mit bestimmten Eigenschaften – das aktiviert Körper und Aufmerksamkeit gleichzeitig.

⏱ 3–5m👥 6–25
Energizer

Magic Mushrooms („A und B")

Bewegungs-Energizer mit zwei Polen. Teilnehmende wechseln zwischen zwei Anweisungen hin und her – das schult Reaktion und macht den Raum lebendig.

⏱ 5–8m👥 8–30
Energizer

Mixer, Toaster, Kotzendes Känguru

Energizer mit drei festen Posen, die in der Gruppe synchronisiert werden müssen. Das absurde Vokabular ist Teil des Witzes – wer einmal mit der Gruppe „Kotzendes Känguru" gerufen hat, ist gelöst.

⏱ 8–12m👥 8–20
Energizer

1-2-3-4-5-6-7-8

Rhythmischer Bewegungs-Energizer. Die Gruppe zählt zusammen und bewegt nacheinander Körperteile – das aktiviert Koordination und Synchronisation.

⏱ 3–5m👥 4–999
Energizer

Kuhstall

Geräusch-Such-Spiel mit Bewegung. Teilnehmende ahmen Tier-Geräusche nach und müssen ihre Gruppe finden – das ist albern, aktivierend und löst Gruppen schnell auf.

⏱ 5–8m👥 12–30
Energizer

Hepp

Aufmerksamkeits-Energizer mit Synchron-Bewegung. Die Gruppe reagiert auf das Kommando „Hepp" mit einer festgelegten Bewegung – schult schnelle Reaktion und Konzentration.

⏱ 3–5m👥 6–25
Energizer

Turtle Ninja Game

Bewegungs-Energizer mit Rollenwechsel. Die Gruppe wechselt zwischen zwei Modi (Turtle = langsam, geduckt; Ninja = schnell, schlagend), was Körper und Aufmerksamkeit gleichzeitig fordert.

⏱ 3–5m👥 6–25
Energizer

Races

Wettkampf-Energizer mit absurden Bewegungsaufgaben. Wer rückwärts hüpfend von Wand zu Wand kommt, hat keine Zeit zu denken – purer Aktivierungs-Effekt.

⏱ 5–10m👥 6–20
Energizer

Zählen (gemeinsam, ohne Reihenfolge)

Konzentrations-Energizer im Stillstand. Die Gruppe zählt aufwärts, ohne festgelegte Reihenfolge – ein Klassiker, der schnell zeigt, wie sehr eine Gruppe aufeinander achtet.

⏱ 5–10m👥 6–20
Energizer

Stop & Go

Reaktions-Energizer mit umgekehrter Logik. Die Gruppe bewegt sich auf „Stop" und steht auf „Go" – das zwingt das Hirn aus dem Autopiloten und produziert Lacher, weil jede:r reihum den ersten Reflex falsch macht. Aktiviert Aufmerksamkeit, Reaktion und Körper. Gut nach langen Konzept-Phasen, vor Gruppenarbeit, oder als Improvisations-Aufwärmer. Nicht als Allererstes mit Fremden – ein bisschen Vertrauen sollte da sein, sonst werden Fehler peinlich statt lustig.

⏱ 3–5m👥 6–25
Energizer

Papierflieger-Rennen

Wettkampf-Energizer mit Bau-Komponente. Teams basteln Papierflieger und treten in einer kurzen Wett-Runde gegeneinander an – aktiviert Bewegung, leichten Konkurrenzdruck und Sofort-Erfolg. Gut nach langen Sitz- oder Konzept-Phasen oder als spielerischer Einstieg in Iterations-Themen (Prototyping, Build-Measure-Learn). Nicht in engen Räumen mit Möbeln im Wurfweg.

⏱ 10–15m👥 4–25
Energizer

Überraschungs-Ei Challenge

Ungewöhnlicher Vorstellungs-Warm-up mit Spielzeug-Komponente. Jede Person bekommt ein Ü-Ei-Spielzeug und muss eine Verbindung zu sich selbst herstellen – das produziert verlässlich kreative und persönliche Antworten.

⏱ 15–20m👥 6–15
Energizer

Schneeballschlacht (Papier-Variante)

Albernes Bewegungs-Warm-up mit hohem Lacher-Faktor. Mit zerknüllten Papierbällen wird über eine Mittellinie geworfen – körperlich, laut, schnell, unverschämt unernst. Räumt Anspannung weg, gut nach langen kopflastigen Phasen oder zwischen zwei Modulen. Nicht in Räumen mit viel Technik (Beamer, offene Laptops, Whiteboards mit nasser Tinte) oder bei sehr formellen Gruppen.

⏱ 5–8m👥 8–25
Energizer

Pinguine und Haie

Klassisches Bewegungsspiel mit Fang-Element. Schnell, körperlich, aktivierend – ideal für den Nachmittags-Modus.

⏱ 5–10m👥 8–20
Energizer

Dänisches Klatschspiel

Synchron-Klatsch-Übung in Paaren mit klarer, wiederkehrender Sequenz. Schult Aufmerksamkeit, Reaktion und Koordination und schaltet Körper und Hirn nach langen kognitiven Phasen wieder zusammen. Gut nach Sitz-lastigen Konzept-Blöcken, vor Kleingruppen-Arbeit oder als Übergang zwischen Modulen. Funktioniert auch in zurückhaltenden Gruppen, weil sie nicht laut ist. Nicht ohne Rücksprache, wenn Personen mit Hand- oder Schulterproblemen dabei sind – Alternativrolle (Tempo geben, für die Gruppe klatschen) anbieten.

⏱ 5–8m👥 2–999
Energizer

Partner-Yoga (Mini-Form)

Lockerung mit Vertrauenskomponente. Zwei Personen helfen einander bei Dehnübungen – das löst Verspannung und schafft nebenbei nonverbale Verbindung.

⏱ 8–12m👥 2–999
Energizer

Emoji-Mimik

Online-Energizer, der in 3 Minuten die Gesichtsmuskeln aktiviert und die Anonymität in Kameragruppen bricht. Moderation postet ein Emoji im Chat (😮, 😆, 😤, 🥱, 🤩), alle machen das Gesicht der Webcam vor und halten es 3 Sekunden. Mehrere Emojis hintereinander, Tempo zieht an. Der Witz: Niemand muss reden, niemand muss kreativ sein – das Emoji liefert die Vorgabe, der Rest ist Mimik. Eignet sich besonders für Online-Workshops nach längeren Input-Blöcken, wenn die Aufmerksamkeit absinkt, und für Gruppen, in denen die Webcam-Hemmschwelle hoch ist. Nicht eignet sich die Übung in Webinar-Settings, in denen nicht alle Kameras an sind, und in sehr förmlichen Gruppen ohne Vorlauf-Vertrauen.

⏱ 3–5m👥 4–25
Energizer

Silent Disco

Online-Energizer, der Bewegung in den Online-Modus bringt, ohne dass eine Person die Musikauswahl bestimmen muss. Alle stummschalten, jede:r spielt das eigene Lieblingslied auf den eigenen Boxen, eine Minute zur Webcam tanzen. Niemand hört die anderen Songs – aber alle sehen einander tanzen. Bringt den Körper rein in einen Modus, der sonst nur Kopf-und-Schultern ist, und setzt Hemmschwellen frei (weil keiner die Musik hört). Eignet sich besonders nach langen Sitzphasen, vor kreativen Phasen, in eingespielten Gruppen, die albern sein dürfen. Nicht eignet sich die Übung in sehr förmlichen Erstkontakt-Settings und wenn Teilnehmende keine Kopfhörer und keinen privaten Raum haben (Großraumbüro).

⏱ 3–5m👥 4–20
Kreativität16
Kreativität

30 Circles

Hängt in wenigen Minuten den inneren Perfektionismus ab. Wer 30 Kreise in drei Minuten in Objekte verwandeln muss, hat keine Zeit zu zensieren – und merkt am eigenen Blatt, wie viele Ideen wirklich machbar sind, wenn das Tempo hoch ist.

⏱ 5–7m👥 4–999
Kreativität

Ja, und… (statt Ja, aber…)

Macht den Unterschied zwischen konvergentem und divergentem Denken körperlich erfahrbar. Wer einmal eine „Ja, aber"-Runde durchgespielt hat, will keine zweite – und versteht intuitiv, warum Ideenphasen die „Ja, und"-Haltung brauchen.

⏱ 8–12m👥 4–999
Kreativität

Ich bin ein Baum

Improvisationstheater-Klassiker für Assoziations-Training. Eine Person stellt eine Pose, andere docken an und bauen ein Bild – schult divergentes Denken und das Annehmen von Impulsen.

⏱ 10–15m👥 6–15
Kreativität

Paper Plane Challenge (Variante: Restriktionen)

Kreativitäts-Übung unter Einschränkung. Wer Papierflieger unter willkürlichen Bedingungen bauen muss (nur eine Hand, im Stehen, mit verbundenen Augen), entdeckt Lösungswege, die unter Normalbedingungen ausgeblendet werden.

⏱ 15–20m👥 4–25
Kreativität

Äpfel zeichnen

Assoziations-Übung mit doppelter Schwierigkeit. Die Aufgabe lautet, möglichst viele Begriffe zu zeichnen, in denen das Wort „Apfel" steckt – das schult laterales Denken in Sekunden.

⏱ 8–12m👥 4–25
Kreativität

Pop Up Book

Storytelling-Warm-up mit Körpereinsatz. Die Gruppe stellt nacheinander Posen, die zusammen eine Geschichte ergeben – das verbindet Bewegung mit Narration und produziert verlässlich Lacher.

⏱ 15–20m👥 6–12
Kreativität

Expert

Improvisations-Warm-up, das Schlagfertigkeit und Assoziation trainiert. Eine Person erklärt spontan einen erfundenen Begriff – das macht sichtbar, wie schnell wir Sinn aus Unsinn konstruieren können.

⏱ 10–15m👥 6–15
Kreativität

Ich habe ein Problem

Lateral-Thinking-Übung. Jemand schildert ein absurdes Problem, die Gruppe liefert Lösungen – ohne Wertung. Schult schnelle Ideenfindung und das Aushalten von schlechten Ideen.

⏱ 8–12m👥 6–15
Kreativität

Bären und Tiger

Argumentations-Warm-up im Spiel-Modus. Zwei Gruppen verteidigen die Überlegenheit ihrer Tierart – das trainiert spielerisches Argumentieren und macht den Übergang in eine Diskussions-Phase weicher.

⏱ 15–20m👥 6–25
Kreativität

Squiggle Birds

Wahrnehmungsübung mit Stift. Aus zufälligen Linien werden in Sekunden erkennbare Vögel – die Übung zeigt, wie schnell unser Gehirn Muster erkennt und aus wenig viel macht.

⏱ 8–12m👥 4–25
Kreativität

3 Gemeinsamkeiten

Vernetzungs-Warm-up mit Erkenntnis-Effekt. Paare suchen drei nicht offensichtliche Gemeinsamkeiten – das verschiebt den Blick weg vom Lebenslauf hin zu echter Berührung.

⏱ 10–15m👥 2–999
Kreativität

Gebäudeplan

Kommunikations-Übung über räumliche Beschreibung. Eine Person beschreibt einen Plan, eine andere zeichnet – ohne den Plan zu sehen. Macht Missverständnisse zwischen Sender und Empfänger erfahrbar.

⏱ 15–20m👥 2–999
Kreativität

Wäre es nicht toll, wenn…

Ideenfindung in offener Form. Sätze gemeinsam weiterspinnen produziert in Sekunden ein Sammelsurium an Wünschen, Träumen und Visionen – perfekter Übergang in eine Ideation.

⏱ 10–15m👥 6–25
Kreativität

Zeichnen „Wer bist du?"

Visuelle Selbstvorstellung. Wer sich nicht in Worten, sondern in Symbolen darstellen muss, denkt über sich anders nach – das fördert abstraktes und kreatives Denken zum Workshop-Start.

⏱ 15–20m👥 6–20
Kreativität

Collage „Wer bist du?" (Online-Variante)

Online-Pendant zum gezeichneten Selbstporträt. Mit Bildern aus dem Netz zusammenbauen statt mit Stift zeichnen – besonders gut in virtuellen Workshops, in denen Zeichnen nicht funktioniert.

⏱ 20–25m👥 4–15
Kreativität

Crazy 8s

Klassisches Design-Sprint-Warm-up, das in 8 Minuten 8 Skizzen pro Person erzwingt. Quantität schlägt Qualität – das schult schnelles Skizzieren und befreit von Perfektionismus.

⏱ 10–15m👥 4–999
Fokus14
Fokus

Minute to arrive

Schaltet in 60 Sekunden den mentalen Hintergrundlärm runter. Reicht aus, um die Gruppe von einer hektischen Sitzungsphase in eine konzentrierte Arbeitsphase zu überführen, ohne dass es wie eine Meditationseinheit wirkt. Funktioniert auch als Mini-Warm-up für Meetings in Präsenz.

⏱ 1–2m👥 4–999
Fokus

1, 2, 3

Trainiert Aufmerksamkeit und Anpassungsfähigkeit gleichzeitig. Klingt banal, geht nach wenigen Sekunden zuverlässig schief – und genau dieser Moment des „Hoppla, falsche Antwort" ist der Punkt, an dem die Konzentration neu greift.

⏱ 5–8m👥 4–999
Fokus

Geh-Meditation

Achtsamkeits-Übung in Bewegung. Wer langsam geht und auf den eigenen Schritt achtet, schaltet das Hirn aus dem Multitasking-Modus zurück in den Hier-und-Jetzt-Modus.

⏱ 5–8m👥 4–999
Fokus

Meditation (geführt)

Klassische geführte Achtsamkeitsübung. Bringt die Gruppe in einen ruhigen, konzentrierten Modus – gut vor Reflexionsphasen oder kritischen Entscheidungs-Sessions.

⏱ 5–10m👥 4–999
Fokus

5-Sinne-Check

Schnelle Achtsamkeits-Übung über die fünf Sinne. Bringt die Gruppe in 3 Minuten aus dem Kopf in den Körper – ideal vor wichtigen Entscheidungen oder kritischen Gesprächen.

⏱ 3–5m👥 4–999
Fokus

Box Breathing (4-4-4-4)

Vier-Sekunden-Quadrat aus Einatmen, Halten, Ausatmen, Halten. Regt das Parasympathikus-System an, senkt die Herzfrequenz spürbar und holt die Gruppe in 3–4 Minuten aus aufgekratztem Stress in einen klaren Fokus-Modus. Popularisiert von Mark Divine, ehemaliger Navy SEAL Commander, in *Unbeatable Mind* – die Wurzel ist Pranayama. Eignet sich vor Entscheidungssessions, nach hektischen Mittagspausen oder als Reset zwischen zwei intensiven Arbeitsblöcken. Nicht eignet sich die Übung, wenn die Gruppe direkt danach körperlich aktiv werden soll – sie fährt deutlich runter.

⏱ 3–5m👥 4–999
Fokus

STOP-Technik

Vier-Schritt-Reset aus der MBSR-Tradition (Mindfulness-Based Stress Reduction von Jon Kabat-Zinn): **S**top, **T**ake a breath, **O**bserve, **P**roceed. Unterbricht den Autopilot und macht in unter einer Minute aus „die nächste Sitzung folgt einfach hinten dran" einen bewussten Übergang. Heute auch fester Skill in der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT). Eignet sich als Mini-Reset zwischen Sessions, vor schwierigen Gesprächen, vor Entscheidungen. Nicht eignet sich die Übung, wenn die Gruppe ohnehin schon ruhig und konzentriert ist – dann verpufft sie.

⏱ 2–3m👥 4–999
Fokus

Klangschale

Eine Klangschale wird angeschlagen, alle hören mit geschlossenen Augen zu und heben die Hand, sobald der Ton für sie verklungen ist. Schult feines Hinhören und macht aus akustischer Wahrnehmung ein gemeinsames Erlebnis – die Hände gehen zu unterschiedlichen Zeitpunkten hoch, was sichtbar macht, wie individuell Wahrnehmung funktioniert. Wurzel in der tibetisch-buddhistischen Klang-Tradition, in westlichen Achtsamkeitspraktiken weit verbreitet. Eignet sich als Übergang zwischen lauten und leisen Sessions oder zur Eröffnung einer Reflexionsphase. Nicht eignet sich die Übung in komplett digitalen Settings ohne gute Audio-Qualität – der feine Nachhall fällt sonst weg.

⏱ 2–4m👥 4–999
Fokus

Drei tiefe Atemzüge mit Ankerwort

Eine der niedrigschwelligsten Achtsamkeitsübungen überhaupt. Drei langsame Atemzüge, beim Ausatmen sagt jede:r leise oder innerlich ein Wort, mit dem sie in die nächste Phase gehen will – „Klarheit", „ruhig", „neugierig". Verbindet zwei etablierte Praktiken: „Three Mindful Breaths" (informelle MBSR-Praxis) und „Intention Setting" (breit etabliert in Coaching). Eignet sich als Eröffnungs-Mini am Sessionstart, nach Pausen oder als Schluss vor einem Cool-Down. Nicht eignet sich die Übung in Großgruppen über 30 Personen – der individuelle Moment verliert sich, wenn der Raum zu groß ist.

⏱ 2–3m👥 4–999
Fokus

Trataka (Punkt-Fokus)

Yoga-Klassiker aus dem *Hatha Yoga Pradīpikā* (15. Jh.) – wörtlich „starres Schauen". Eine Person fixiert eine Kerzenflamme, einen Punkt auf der Wand oder eine Stiftspitze und versucht, ohne zu blinzeln so lange wie möglich zu fokussieren. Konzentrative Meditation in ihrer kürzesten Form. Bringt das Hirn aus „1.000 Gedanken parallel" in „eine Sache, scharf gestellt". Eignet sich vor Reflexionsphasen, vor kreativen Tiefen-Sessions oder als Eröffnung von Strategie-Workshops. Nicht eignet sich die Übung bei Migräne-anfälligen Teilnehmenden oder direkt nach Bildschirm-intensiven Phasen ohne Pause.

⏱ 3–5m👥 4–999
Fokus

Soundscape-Mapping

Eine Minute Stille mit geschlossenen Augen, dabei sortiert jede:r mental, was im Raum gerade hörbar ist – innen (eigener Atem, Magengeräusche), außen vor dem Raum (Verkehr, Stimmen), im Raum selbst (Lüftung, Stuhlquietschen). Schärft die akustische Wahrnehmung und holt die Gruppe radikal in den gegenwärtigen Moment. Inspiriert von Mindful.org's Sound-Praktiken und R. Murray Schafers „Soundscape"-Konzept aus der Akustik-Forschung. Eignet sich auch in Großraum- oder lauten Settings, weil das Geräusch genau den Kontrast schafft. Nicht eignet sich die Übung in völlig stillen Räumen – da fehlt das Material.

⏱ 3–5m👥 4–999
Fokus

4-7-8-Atmung

Atemtechnik des Arztes Andrew Weil (Arizona Center for Integrative Medicine), 2015 popularisiert: 4 Sekunden ein durch die Nase, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden aus durch den Mund mit „Whoosh"-Geräusch. Die verlängerte Ausatmung aktiviert den Vagusnerv und fährt das Nervensystem deutlich runter. Nach drei bis vier Zyklen sind die meisten spürbar ruhiger. Eignet sich vor schwierigen Gesprächen, Konflikt-Workshops oder bei aufgeheizten Diskussionen, in denen alle einen Schritt zurücktreten müssen. Nicht eignet sich die Übung direkt vor körperlich aktiven Phasen – sie beruhigt zu stark.

⏱ 3–5m👥 4–999
Fokus

Silent Start

Die ersten 1–2 Minuten nach Sessionbeginn bleiben komplett stumm. Niemand spricht, alle sortieren ihre Unterlagen, lesen schweigend ein Briefing oder sitzen einfach. Praxis aus Jeff Bezos' Amazon-Meetings (in *Inc.* dokumentiert), formalisiert im „Silent Meeting Manifesto". Macht den Kontrast zwischen „Hektik vor der Session" und „konzentriertem Arbeiten" radikal sichtbar. Eignet sich als Eröffnung von Strategie-, Entscheidungs- und Review-Sessions; auch nach Pausen, wenn die Gruppe nach 10 Min Smalltalk wieder rein muss. Nicht eignet sich die Übung als Standard-Eröffnung jedes Workshops – die Wirkung verbraucht sich, wenn man sie ständig macht.

⏱ 1–2m👥 4–999
Fokus

Fokus-Skala

Schnelle Selbst-Einschätzung auf einer Skala von 1 (komplett abgelenkt) bis 10 (voll fokussiert). Alle setzen einen Punkt auf eine vorbereitete Linie am Whiteboard oder in Miro. Macht den eigenen Zustand sichtbar – und das alleine triggert oft schon den Wechsel in den Fokus-Modus. Variante des klassischen Dot Voting (NN/g, Lucid). Eignet sich als Vorher-Messung am Anfang einer Session und als Nachher-Messung am Ende, dann sieht man die Bewegung. Auch hilfreich, wenn die Moderation unsicher ist, wie aufnahmefähig die Gruppe gerade ist. Nicht eignet sich die Übung in Settings, in denen Selbst-Offenbarung noch unangenehm ist – dann geben alle vorsichtig die Mitte an.

⏱ 3–5m👥 4–999
Empathie10
Empathie

Ticketschalter

Bringt Teilnehmende in zwei Rollen, die im Alltag selten beide eingenommen werden – die der Kund:in mit einem Anliegen und die der Servicekraft, die damit umgehen muss. Im Rollentausch wird sichtbar, was die jeweils andere Seite eigentlich braucht.

⏱ 15–20m👥 2–999
Empathie

Rücken an Rücken

Reduziert die nonverbale Reaktion auf das Gegenüber radikal und macht echtes Zuhören erfahrbar. Wer keine Mimik mehr lesen kann, hört genauer hin – und erlebt, wie viel Information sonst über das Gesicht läuft.

⏱ 10–15m👥 2–999
Empathie

Active Listening Pairs

Zwei Personen, drei Minuten am Stück Sprechzeit – die hörende Person darf nichts sagen, nur zuhören, und fasst danach in einem Satz zusammen, was sie gehört hat. Macht radikal sichtbar, was beim Zuhören eigentlich passiert (oder nicht passiert). Theoretische Wurzel: Carl Rogers, klientenzentrierte Gesprächsführung. In Workshop-Varianten breit dokumentiert (SessionLab, Trainers Warehouse). Eignet sich als Empathie-Onboarding vor User-Interviews, Stakeholder-Gesprächen oder Co-Creation-Phasen. Nicht eignet sich die Übung am Workshop-Anfang – braucht etwas Vertrauen, sonst bleibt das Geteilte oberflächlich.

⏱ 10–15m👥 2–999
Empathie

Spiegeln

Klassiker aus Viola Spolins *Improvisation for the Theater* (1963) – Spolin gilt als Mutter der modernen Improvisation. Zwei Personen, eine bewegt sich langsam, die andere spiegelt synchron, dann Wechsel, in der dritten Runde ohne klare Führung. Trainiert nonverbale Empathie und macht erfahrbar, dass Synchronisation jenseits von Worten möglich ist – und sich anders anfühlt als Reden. Eignet sich vor Co-Creation-Phasen, Co-Pitch-Übungen oder als Übergang in eine Empathie-Session. Nicht eignet sich die Übung in Gruppen, die kein körperliches Aufeinander-Beziehen wollen – Berührungsangst oder sehr formelle Settings sind kein Ort dafür.

⏱ 8–12m👥 2–999
Empathie

Stakeholder-Stuhl

Mehrere leere Stühle, jeder steht für eine Stakeholder-Rolle (Kund:in, Vorstand, Lieferant, Endnutzer:in). Reihum setzt sich jemand auf einen Stuhl und beschreibt das aktuelle Problem laut aus dieser Perspektive. Macht in 15 Minuten sichtbar, dass dasselbe Problem aus jeder Rolle anders aussieht – und wo Empathie-Lücken im Team sind. Wurzel: Empty-Chair-Technik aus Fritz Perls' Gestalt-Therapie, Vorläufer Jacob Levy Morenos Psychodrama (1921). Business-Adaption: Amazons leerer „Customer Chair" in Meetings (Bezos-Praxis). Eignet sich vor Empathie- und Define-Phasen in Design Thinking, in Strategie-Workshops für Kund:innen-Perspektive. Nicht eignet sich die Übung, wenn die Stakeholder im Raum völlig unbekannt sind – dann wird's Stereotyp.

⏱ 15–20m👥 4–20
Empathie

Ein Tag im Leben von

Schreibvariante zum Stakeholder-Stuhl, niedrigschwelliger Einstieg in Persona-Arbeit. 5 Minuten schreibend skizziert jede:r den Tagesablauf einer fiktiven oder realen Persona – was sie morgens sieht, was nervt, was hilft, was sie absurd findet. Etablierte Design-Thinking-Methode, dokumentiert bei NN/g, Cowan, Red Privet. Eignet sich für Workshops, in denen Persona-Material schon vorhanden ist und vertieft werden soll, oder als Empathie-Onboarding vor User-Interviews. Auch online sehr gut, weil rein schreibend. Nicht eignet sich die Übung ohne klare Vorgaben zur Persona – sonst wird's eine generische Erfindung.

⏱ 10–15m👥 4–999
Empathie

Heard, Seen, Respected

Liberating Structure #19 von Keith McCandless und Henri Lipmanowicz. Paare, jede:r erzählt 7 Minuten eine Situation, in der sie sich nicht gehört, gesehen oder respektiert fühlten. Kein Fragen, kein Trösten, kein Ratschlagen – nur Zuhören. Danach 1-2-4-All-Harvest: Welche Muster zeigen sich? Eine der wirksamsten Empathie-Übungen, weil sie das Gegenteil von dem trainiert, was die meisten Workshops tun (Lösungen suchen). Eignet sich vor Konflikt- oder Kulturarbeit, in Führungskräfte-Workshops, in Retros nach schwierigen Phasen. Nicht eignet sich die Übung in kalten Gruppen oder zu Sessionbeginn – sie braucht psychologische Sicherheit, sonst öffnet sich niemand.

⏱ 20–25m👥 4–30
Empathie

Wertschätzungs-Runde

Paare oder Trios. Jede:r bekommt 2 Minuten Zeit, eine konkrete Beobachtung an die andere Person zurückzuspiegeln – „Ich habe gesehen, wie du heute Vormittag…". Stärker als pauschales Lob, weil beobachtungsbasiert. Workshop-Standard, dokumentiert bei SessionLab, FunRetrospectives, Workshop Leader. Wurzel in Gestaltherapie und Retrospektiven-Tradition. Eignet sich im letzten Drittel eines Workshops, am Ende von Team-Klausuren, in Retros nach intensiven Phasen. Nicht eignet sich die Übung am Anfang oder in Gruppen, die sich kaum kennen – ohne gemeinsame Beobachtungen kommt nur Leeres heraus.

⏱ 8–12m👥 4–20
Empathie

Stille Zwiesprache

Paare gegenüber, 60–90 Sekunden Augenkontakt halten, nicht sprechen, nicht inszeniert lustig machen. Macht Nähe und Verbindung körperlich erfahrbar – Forschung zu Oxytocin-Ausschüttung beim Augenkontakt unterstützt das. Inspiriert von der „60-Second Eye Contact Challenge" (aSweatLife, 2015) und Marina Abramovićs Performance *The Artist Is Present* (MoMA 2010). Eignet sich im Workshop-Mittelteil, vor sensitiven Themen, in Retreats und Vertiefungsformaten. Nicht eignet sich die Übung früh am Morgen, in kalten Gruppen, ohne explizite Opt-out-Möglichkeit oder bei Teilnehmenden mit Trauma-Hintergrund ohne Vorgespräch.

⏱ 5–8m👥 2–999
Empathie

Beobachtung statt Bewertung

Übung aus Marshall Rosenbergs *Nonviolent Communication* (1999), Kapitel 3 – die erste der vier NVC-Komponenten. Paare bekommen eine Liste von Aussagen („Charlie behaved selfishly" vs. „Charlie skipped to the front of the queue") und entscheiden: Beobachtung oder Bewertung? Danach formuliert jede:r eine eigene Bewertung um in eine reine Beobachtung. Tape-Recorder-Test: „Würde eine Kamera das so aufzeichnen?" Macht in 15 Minuten sichtbar, wie oft im Alltag Bewertungen als Beobachtungen verkauft werden. Eignet sich vor Konflikt- oder Feedback-Sessions, in Führungskräfte-Workshops, in Co-Creation-Phasen, vor schwierigen Stakeholder-Gesprächen. Nicht eignet sich die Übung in Gruppen, die NVC schon intensiv praktizieren – dann ist sie zu basic.

⏱ 12–15m👥 4–999
Cool-Down4
Cool-Down

Debrief Circle

Zwingt jede Person, das Erlebte in eigene Worte zu bringen. Was nicht ausgesprochen wird, verdampft auf dem Heimweg – was einmal gesagt wurde, bleibt eher hängen. Die Übung sichert den Transfer ohne zusätzliche Notizen.

⏱ 10–20m👥 6–20
Cool-Down

Brief an mich

Verlängert die Wirkung des Workshops über das Workshop-Ende hinaus. Der Brief kommt zwei bis vier Wochen später an, in einem Moment, in dem der Alltag den Workshop schon fast überschrieben hat – und holt die Vorsätze noch einmal zurück.

⏱ 10–15m👥 4–999
Cool-Down

Tschüss-Rakete

Gibt dem Workshop einen körperlichen, eindeutigen Endpunkt. Reines Verabschieden franst aus – ein gemeinsamer Countdown markiert Abschluss und löst die Gruppenenergie sauber auf.

⏱ 1–1m👥 4–999
Cool-Down

Online Applaus

Online-Cool-Down, der das „verlorene Klatschen" virtueller Workshops sichtbar macht. Statt zu klatschen heben alle gleichzeitig die Hände in die Kamera, oder nutzen die Reaktions-Buttons (👏, 🎉, ❤️) für 10 Sekunden parallel. Optional als Mini-Choreografie: erst Hände in die Kamera, dann Daumen hoch, dann 🎉-Konfetti-Reaktion. Schafft den kollektiven Schluss-Moment, den der Präsenz-Workshop durch Applaus ohnehin liefert – online geht das verloren, wenn man's nicht aktiv setzt. Eignet sich für jedes Online-Workshop-Ende, besonders nach langen oder anstrengenden Sessions, und als Übergang vom Workshop zurück in den Alltag. Nicht eignet sich die Übung in Webinar-Settings ohne Reactions-Funktion und in Tools, die nur eingeschränkt Reactions zulassen.

⏱ 1–2m👥 4–999
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